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Unternehmensgründung: Mit Niederlagen umgehen

Unternehmensgründung: Mit Niederlagen umgehen

Die Furcht zu versagen ist in deutschen Unternehmerkreisen so groß, dass viele potenzielle Gründer aus Angst vor dem Scheitern im letzten Moment doch noch vor der Unternehmensgründung zurückschrecken. Und auch Unternehmer, die den Schritt gewagt, dann aber doch einen Fehlschlag erlitten haben, werden von Selbstzweifeln und der Angst, den Versagerstempel aufgedrückt zu bekommen, gequält. Dabei entpuppen sich Niederlagen oft als wertvolle Chancen, um erfolgreich durchzustarten.  Wir zeigen, wie Du Misserfolge bewältigen und sogar einen Nutzen daraus ziehen kannst.

Viele träumen vom eigenen Unternehmen, einige scheitern. Nur 80% aller Start-Ups in Deutschland erreichen das dritte Geschäftsjahr. Viele wagen den Versuch erst gar nicht – aus Angst vor einem Misserfolg.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Henry Ford, Steve Jobs, Max Levchin – sie alle sind erfolgreiche Unternehmensgründer. Was sie noch vereint, ist ihr Umgang mit Niederlagen, denn alle drei haben in ihrer Karriere einige Fehlschläge zurückstecken müssen. Erinnern wir uns nur einmal daran, dass Steve Jobs sogar von der Firma, die er selbst gegründet hatte, die Kündigung erhielt. Nichtsdestotrotz schafften sie es, aus ihren Misserfolgen zu lernen – mit beachtlichem Erfolg. Keine Frage: Sich einzugestehen, dass man gescheitert ist, fällt schwer und tut weh. Sich danach wieder aufraffen und mit neuer Motivation weitermachen – daran ist zunächst oft gar nicht zu denken.

Das ist insbesondere in der heutigen Leistungsgesellschaft, in der man Menschen an ihren Erfolgen misst und für Misserfolge verurteilt, der Fall. Dabei können wir Deutschen uns tatsächlich eine Scheibe von den Amerikanern abschneiden: Eine Studie fand heraus, dass die Angst vor dem Scheitern unser Denken so sehr bestimmt, dass sie rund die Hälfte aller potenziellen Unternehmensgründer davon abhält, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen. Innerhalb Europas sind wir damit nach dem krisengeschüttelten Griechenland, Spanien und Polen Spitzenreiter. In den USA verhindert diese Sorge nur jede dritte Unternehmensgründung. Hier feiert man die Firmenpleite sogar auf sogenannten „Failure Partys“! Man hat erkannt, dass Niederlagen gar nicht so tragisch sind, wie viele glauben, sondern stattdessen einen Lerneffekt erzielen und die Basis für etwas Neues schaffen können. Damit auch Du aus einem Fehlschlag lernen und diesen für Deine Zwecke nutzen kannst, geben wir Dir drei Tipps an die Hand.

1.     Gestehe Dir Deine Niederlagen ein.

Sich eine Niederlage einzugestehen ist mit viel Schmerz verbunden. Die Träume, die man hatte, sind mit einem Mal geplatzt und alles, wofür man so hart gearbeitet hat, hat sich in Luft aufgelöst. Man fürchtet die Reaktion von Familie, Freunden und Kollegen und auch die Selbstzweifel nagen hartnäckig an einem. Nichtsdestotrotz ist der erste Schritt, um eine Krise zu bewältigen, das Eingeständnis des eigenen Scheiterns. Verbirg Deine Emotionen nicht, sondern lass diesen freien Lauf. Die engsten Vertrauten werden Dir sicher eine Stütze sein, die Dich auffängt. Rede über das, was Dich bewegt und tausche Dich mit anderen darüber aus. Das erleichtert die Seele und hilft, über die negativen Emotionen hinwegzukommen. Mach Dir dabei keine Vorwürfe und versuche nicht, einen Schuldigen für Deinen Misserfolg zu finden.

2.     Sieh nach vorne.

Wer gescheitert ist, tendiert dazu, einen Fehlschlag als das Ende seiner beruflichen Karriere zu betrachten. Dabei heißen Misserfolge noch lange nicht, dass man auf ganzer Linie versagt hat. Eigentlich ist das Ziel Deiner Bemühungen nur etwas anders als erwartet ausgefallen, oder? Darum besteht auch noch lange kein Grund, all seine Pläne, Wünsche und Visionen mit einem Mal komplett über den Haufen zu werfen.

Halte Dir stattdessen vor Augen, was Du schon alles geschafft und wie viel Mut Du bewiesen hast. Dass die Angst vor dem Scheitern viele Menschen von vornherein davon abhält, im beruflichen Leben etwas zu wagen, haben wir schon erklärt. Umso beachtlicher, dass Du den Schritt gewagt und die „German Angst“ überwunden hast, um Deine Träume zu verfolgen! An dieser Stelle ist es wichtig, dass Du Dir deine Stärken und Fähigkeiten vor Augen führst. Überlege Dir, ob Du mit Deinem bisherigen Konzept noch auf dem richtigen Weg bist oder Du neue Ziele verfolgen möchtest. Das weckt neuen Mut und führt zu mehr Motivation.

Wer eine Niederlage erlebt, hat oft mit Selbstzweifeln zu kämpfen. Der Austausch mit anderen Gründern und Gescheiterten kann helfen.

3.     Lerne von anderen.

Wer sich von Niederlagen nicht unterkriegen lässt, sondern diese dazu nutzt, um seine Ziele zu überdenken und ggf. anzupassen, wird gestärkt aus Krisensituationen hervorgehen. Zeige Selbstbewusstsein und versuche eine „Jetzt erst recht“-Einstellung an den Tag zu legen. Dabei hilft es auch ungemein, sich vor Augen zu führen, dass man nicht allein ist. So erreichen nur 80 Prozent aller in Deutschland gegründeten Start-Ups überhaupt erst ihr drittes Geschäftsjahr. Setz dich mit Menschen in Verbindung, die bereits an dem Punkt standen, an dem Du Dich gerade befindest. Diese dienen als Inspiration und zeigen auf, wie man aus den eigenen Fehlern und Niederlagen lernen und neue Erfolge erzielen kann.

Eine ideale Gelegenheit dazu bieten die sogenannten FuckUpNights, in denen Gründer über ihre Geschäftsideen und ihr Scheitern berichten und aufzeigen, dass Rückschläge eigentlich gar nicht so schlimm sind. Auch in der Bundesstadt Bonn finden in regelmäßigen Abständen FuckUpNights statt.

Du bist Gründer, suchst aber noch nach dem optimalen Arbeitsplatz für Dein noch junges Unternehmen? Vielleicht sind ja die Coworking Spaces in Bonn Poppelsdorf genau das richtige für Dich – wir freuen uns auf Deine Anfrage!

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